Läuft und läuft und läuft: PropTech-Boom hält an

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von Checkmyplace.com
24. May 2018

Was war das für ein Zeichen! Deutlich über 100 Speaker referierten im Mai auf der FUTURE:PropTech London. Hier wurde die digitale Transformation von A bis Z beleuchtet, holistisch vom Planen bis zum Betreiben und – ganz wichtig! – wie die einzelnen Bereiche in Zukunft besser zusammen- und synergetisch arbeiten können. Ein großartiger Event, der die ganze Innovationskraft der PropTech-Szene zeigte. Nicola Byrne und Paul Unger haben hier 13 Themen von der Konferenz übersichtlich zusammengefasst.

Und es hört nicht auf: Apto Deals, ein Software-Cockpit für kommerzielle Immobilien, wurde etwa eben in den USA gelauncht– für Eigentümer, Mieter und Investoren. Auch auf dem heimischen Markt tut sich viel. In Österreich hat die JP Immobiliengruppe eine App namens puck ins Rennen geschickt, sie will die Bereiche Facility Management, Automation und Community Services verbinden und in zwei Jahren bereits 100.000 User haben. Im Wesentlichen wird dabei die Kommunikation zwischen Hausverwaltung und Mietern erleichtert. Andere digitalisierte Hausverwaltungen freuen sich über zweite, dritte Finanzierungsrunden – Casavi und Habitalix etwa. Letztere sind seit heuer aktiv, seit kurzem ist mit Thomas Glanzer übrigens ein Österreicher in der Geschäftsführung.

Da sind sie freilich nicht die einzigen, die Liste der Geldverteilungen ist lang. Die Vermittlung zwischen Investoren und guten Businessideen klappt auch immer besser, dank Vernetzung durch Verbände und Veranstaltungen einerseits und vermehrter Förderprogramme andererseits. Die Londoner Investmentgruppe Schroders rief z.B. vor kurzem ein Unterstützungsprogramm ins Leben, Kiwi-Gründerin Claudia Nagel mit PropTech High Rise Ventures ebenso.

Während die Digitalisierung die klassischen Immobilien-Bereiche wie Verwaltung, Planung, Betrieb mehr und mehr transformiert, steht aktuell ein großes Thema in der Warteschlange, von dem viel erwartet wird, das in der Branche aber auch noch Aufklärungsbedarf hat: die Blockchain. Erste Immobilienverkäufe über Blockchain sorgten für Schlagzeilen, im Großformat wird das Thema allerdings erst vorbereitet, wobei die Schweiz hier ganz vorne mitspielt.

Neben neuen Geschäftsmodellen und disruptiven Ansätzen lassen sich aber viele andere Dinge über eine Blockchain sicher und vor allem transparent darstellen. Hier wird es interessant, welche Staaten auch in der Verwaltung vorpreschen - Georgien, Schweden und Slowenien arbeiten z.B. bereits daran, das Grundbuch in eine Blockchain zu bringen. Es bleibt also spannend – mehr denn je!

Foto: pexels.com (CC0)

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24. May 2018
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