Im März ging im sonnigen Cannes die weltweit größte Immobilienmesse über die Bühne. 24.200 Akteure der Immobilienwirtschaft trafen sich auf der MIPIM und PropTechs waren neben politischen Veränderungen (Trump, Brexit) ein zentrales Gesprächsthema. „Als es bei der MIPIM erstmals auch um Technologie ging, war das für manche ein wenig irritierend. Heute sind Crowdfunding, Big Data, die virtuelle Realität, Internet of Things sowie intelligente Städte und Gebäude Teil der Immobilienwelt. Der wachsende Einfluss der Technologieunternehmen auf den Immobiliensektor hat Reed MIDEM dazu veranlasst, zusammen mit MetaProp NYC den MIPIM PropTech Summit ins Leben zu rufen, der am 11. Oktober 2017 in New York stattfindet”, erklärt MIPIM-Direktor Ronan Vaspart.

Gründung der apti – Austrian PropTech Initiative

Auch die führenden PropTechs in Österreich haben News zu vermelden: Die apti - Austrian PropTech Initiative formiert sich und wird als offizieller Verein angemeldet. Gerade weil PropTechs in vielen verschiedenen Bereichen tätig sind und für alle Stakeholder eigentlich schwer zu fassen sind, ist ein Verein, der als erste Anlaufstelle einen Überblick geben kann, für alle Beteiligten hilfreich und nützlich.

Konzentration auf den Vertrieb

Der Nutzen steht nämlich fast immer im Vordergrund. Die meisten, der in einer von der Beratungsfirma Bell Management Consulting durchgeführten Befragung von PropTech-Unternehmen, gaben an, die Arbeit von Property-Managern erleichtern zu wollen. Meist seien die Produkte im Bereich des Massengeschäfts mit der Wohnungsvermietung angesiedelt, berichtet die Immobilien Zeitung, die zugleich zitiert, dass gut die Hälfte eine „fehlende Innovationsbereitschaft“ bei den Immobilienunternehmen konstatiert.

In Österreich finden sich unterdessen immer mehr Crowdfunding-Projekte. Die Budgethotel-Kette Adeo Alpin war dank der medialen Zugpferde Hermann Maier und Rainer Schönfelder beim Geld einsammeln recht erfolgreich, und dürfte das Funding-Ziel von 500.000 Euro bald erreichen, selbst ein Wohnprojekt der Haring Group mit 132 Einheiten in Wiener Neustadt versucht sein Eigenkapital mittels Masse aufzupeppen – und hat die Fundingschwelle von (lediglich) 100.000 Euro schon längst überschritten. Auch Reval zieht es aufs Land, aktuell sollen 500.000 Euro für ein Wohnprojekt in Krems aufgestellt werden. Das in Deutschland agierende Unternehmen BrickVest bietet zum ersten Mal einen Debt Deal als institutionelle Immobilien-Investitionsmöglichkeit über seine Plattform an – bewegt sich also ähnlich wie große Versicherungen von der Projektfinanzierung in Richtung Kreditfinanzierung für Immobilien.

2,5 Millionen in zweiter Runde

Solche Ideen scheinen auch PropTech-Investoren zu gefallen. BrickVest erhält aktuell ein weiteres Millioneninvestment. Nach dem Seed-Investment vor rund zwei Jahren, an dem auch Global Founders Capital beteiligt war, erhält die Plattform nun weiteres Kapital. Das Investment in Höhe von 2,5 Millionen Euro ist der Beginn einer zweiten Finanzierungsrunde. Beteiligt sind unter anderem das Management, Seed-Investoren, Immobilien-Investoren und eine Vielzahl an Business Angels. Mit dem gewonnenen Kapital will BrickVest vor allem weiter in die hauseigene Technologie investieren und seine Produktpalette erweitern.

Foto: © manjik / Fotolia

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06. April 2017
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